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Die Wirklichkeit, mit Fleisch nachempfunden
Der Mond ist eine Lyonerwurst und die Sonne
taucht in das panierte Schnitzel ein wie ein Zitronenschnitz ins Meer. Durch das Mikroskop aus
Côte de bœuf blicken wir auf das schweinsherzige Aletschgebirge oder den schiefen Kebap
von Pisa und vor uns eröffnet sich eine Welt aus Fleisch und Wurst, Rollbraten und Cevapcici,
Schweinskoteletten und Streichleberwurst. «Die Wirklichkeit, mit Fleisch nachempfunden» erschien 2007/2008 als Serie in 24 Folgen im deutschen Satiremagazin TITANIC. Um zehn weitere
Sujets ergänzt, liegt die assoziative Bildreihe nun in Buchform vor und fordert die Welt zum Weiterdenken auf. Ruedi Widmer ist Grafiker und Cartoonist (u. a. WOZ, Tages-Anzeiger) und lebt
in Winterthur.
64 Seiten, 160 x 115 mm, Softcover
ISBN 978-3-905810-05-9, 12.50 CHF
(ab Herbst auch in englisch unter dem Titel "Reality, Recreated With Meat" erhältlich)
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Knapp daneben:
Pascal Claudes Fussballkolumnen
Die 50 besten Fussballkolumnen von Pascal Claude aus der WoZ sind in Buchform erschienen. Mit gezeichneten Witzen von Ruedi Widmer.
Pascal Claude: Knapp daneben. Aus den Randgebieten des Fussballs. 120 Seiten, WOZ Die Wochenzeitung. Zürich 2009.
ISBN 978-3-906236-09-4, 25 Franken (zzgl. Porto)
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Reif für die Traminsel
Christine Moser / Ruedi Widmer
Überschriften aus der Tageszeitung werden zu kurzen Gedichten, zu Gucklöchern in schöne, surreale und komische Welten. Reif für die Traminsel ist ein poetisches Bilderlesebuch zum Schmunzeln, Träumen und Abschweifen für Kinder und Erwachsene.
Mit Illustrationen von Ruedi Widmer.
Das Buch kann direkt beim Brikett-Verlag bestellt werden oder in der Buchhandlung.
www.brikett.ch
Brikett Verlag
32 Seiten, 225 x 285 mm, Hardcover
ISBN 978-3-905810-03-5, 28.00 CHF
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Die Schweizer und der Fussball
(Le foot vu par les suisses)
Herausgeber Gérald Hermann versammelt in diesem Buch Cartoons zum Thema Fussball, Uefa, Hooliganismus, Sepp Blatter, Rote Karten etc.
Mit Beiträgen von West- und Deutschschweizer Cartoonisten, u.a. Chappatte, Peter Gut, Noyau, Orlando, Felix Schaad, Ruedi Widmer.
Editions Glénat, 112 Seiten, in d und f.
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Die S12 - Ein Grundlagenwerk
Herausgeber Ruedi Widmer und 21 mehrheitlich in Winterthur lebende und in Zürich arbeitende AutorInnen schrieben das Buch zur S12, der Hassliebe der Winterthurer PendlerInnen. Abartiges, Komisches und Wahres zur grössten rollenden Stadt des Kanton Zürich. 56 Seiten, Texte, Fotos, Zeichnungen. Das erste Buch über eine S-Bahnlinie. Erschienen im Eigenverlag.
Mit Texten, Fotografien und Zeichnungen von
Elisabetta Antonelli
Johannes Binotto
Tom Combo
Dominik Dusek
Marion Eberhard
Matthias Erzinger
Stefan Gärtner / Oliver Nagel (Titanic)
Regula Geiser
Sämi Jordi
Florian Keller
Stefan Kubli
Patrick Kühnis
Nicole Meier
Felix Reich
Jürg Rüttimann
Christian Schwager
Constantin Seibt
Niels Walter
Ruedi Widmer
Erhältlich in den Winterthurer Buchhandlungen Atropa, Obergass, Orell Füssli Winterthur und Vogel, sowie in der Zürcher Buchhandlungen Orell Füssli Bellevue und Füsslistrasse. Online zu bestellen bei
buchvogel@bluewin.ch
Neue Zürcher Zeitung, 28.12.05
Zürich und Region
Hassliebe zu einem Zug
Winterthurer Zugpendler widmen der S 12 ein Buch
Obwohl die geographische Lage Winterthurs seit Jahrhunderten dieselbe ist, hat die Inbetriebnahme der Zürcher S-Bahn 1990 Entscheidendes verändert: Die Stadt ist seither von Zürich nur noch 15 (Stadelhofen) oder 19 Minuten (Hauptbahnhof) entfernt, was Winterthur[0] ungefähr in denselben Gürtel rückt wie die Zürcher Stadtteile Wipkingen oder Witikon. Möglich gemacht haben das ein Tunnel unter dem Zürichberg hindurch und ein Zug mit Namen S 12. Er ist seither für viele Winterthurer weit mehr als eine blosse Verbindung von A und B.
Als Huldigung an diese S 12 hat der in Zürich arbeitende Winterthurer Grafiker und Cartoonist Ruedi Widmer jetzt ein lesenswertes Buch herausgegeben. 16 regelmässig S 12 fahrende Autoren erklären dem Leser darin zum Beispiel, warum die S 12 nicht S 1 heisst. Zumindest aus Winterthurer Sicht hätte der Zug diesen privilegierten Titel nämlich unbedingt verdient, ist doch kaum vorstellbar, dass ein anderer Zug an die Effizienz dieser zu Stosszeiten hoffnungslos überfüllten Direktverbindung zwischen den beiden grössten Städten des Kantons heranreicht. So ist es aber nicht. Wenn schon, müsste die S 5 aus dem Oberland S 1 heissen. Sie befördert auf schnurgerader Linie schneller mehr Personen. - Die S 12 von Zürich bis Brugg wird von den Autoren ignoriert. Weil der Zug dort an jeder Haltestelle hält, ist sein emotionales Potenzial wohl gering.
Zu Wort kommt im Buch auch SBB-Chef Benedikt Weibel. Ihm sei kein anderer Fall aus der Schweiz bekannt, in dem ein Zug wie die (ihm bis dahin allerdings unbekannte) S 12 zur Marke geworden sei. Weibel zeigt sich sehr erfreut darüber, dass es den SBB ohne besondere Anstrengung gelungen ist, eine Bahnlinie mit emotionalem Wert zu schaffen. Freilich sind diese Emotionen nicht nur positiv, wie weitere Autoren und Fotografen in Briefen an die S 12 oder Beschreibungen von Düften und Fotos zeigen. Auch in der S 12 kommen sich die Menschen näher, als es den meisten angenehm ist, so dass die Blicke spätestens auf der Heimfahrt, wenn «20 Minuten» gelesen ist, starr auf das Stoffmuster der Sitzlehne gegenüber oder bei Tageslicht nach draussen gerichtet sind. Diesen nach draussen guckenden Lesern wird erklärt, was es zum Beispiel mit der in den Hang gelegten Liebeserklärung aus Steinen beim Bahnhof Stettbach auf sich hat.
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